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Ursprung

Geschichte  des Waldkindergartens allgemein

Die Geschichte der Waldkindergartenbewegung ist noch relativ jung und umso erstaunlicher ist, wie viele Waldkindergärten in den letzten 10 Jahren in Deutschland (etwa 350) entstanden sind. Diese Entwicklung zeigt wie überzeugend und  zeitgemäß das Konzept eines Waldkindergartens heute ist.

Die Idee eines Waldkindergartens, – eines Kindergartens, in dem Kinder ausschließlich draußen in der freien Natur  betreut werden -, kommt ursprünglich aus Skandinavien. Dort nimmt die Wald- und Naturpädagogik schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts einen anderen Stellenwert ein als in Deutschland. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts gibt es in Schweden Waldkindergärten, die ausschließlich unter freiem Himmel arbeiten.

In Dänemark haben sich 2 Modelle entwickelt, eine sogenannte reine Form und eine integrierte. Reine Waldkindergärten halten sich während der gesamten Betreuungszeit im Freien auf, integrierte  Waldkindergärten kooperieren mit einem Regelkindergarten; der Ausflug in die freie Natur – wochenweise, tageweise oder auch stundenweise –ergänzt bei diesem Modell den Kindergartenalltag. Diese beiden Modelle haben sich in verschiedenen abgewandelten Formen im letzten Jahrzehnt auch in Deutschland etabliert. Die Grundidee, dass Kinder ein natürliches Bedürfnis und damit auch ein Recht auf ´Draußen Sein`, auf das Kennenlernen der Natur haben, wird durch die Entwicklung der Waldkindergartenbewegung mehr als bestätigt.

 Unser Waldkindergarten „Naturspielkinder e. V.“ ist so entstanden:

  •  2011    Unsere Erzieherin Frau Schlosser ist in Prien aufgewachsen und bespielte selber schon als Kind frei und glücklich  das Eichental. Das verwahrloste Gelände des ehemaligen Minigolfplatzes im Eichental war für Sie, wie für viele Einwohner Priens, ein trauriger Anblick. „Kinder könnten sich hier richtig wohlfühlen“ meinte Heidi Schlosser. Durch Ihre langjährige pädagogische Leitung in einem Waldkindergarten in München und weiteren natur- und kunstpädagogischen Tätigkeiten, beschloss sie, diese Erfahrungen nach Prien zu tragen. Durch naturpädagogische Vernetzungsarbeit findet Sie Ihre Mitstreiterin Krissi Dams. Frau Dams ist Biologin und unternimmt selber gerne mit Ihrer Initiative „komm mit“ Aktionen mit Kindern im Bereich Umweltbildung. Krissi Dams ist ebenso begeistert vom dem Gelände im Eichental und der Idee hier etwas mit Kindern aufzubauen. Innerhalb weniger Wochen  erarbeiten beide das Konzept „Naturspielhaus im Eichental“. Zeitgleich wird Frau Schlosser der bunte Bauwagen angeboten.
  •  2012 Frühjahr: Es werden viele Gespräche mit dem Verpächter, der Gemeinde und dem Priener Tourismusverband GmbH geführt. Auch die Presse  wird informiert und es folgen Berichte im Priener Marktblatt.
  • August: Mit Unterstützung der Gemeinde werden die Bahnen des Minigolfplatzes rück gebaut und die Anlage saniert.
  • September: Die Initiatorinnen des Naturspielhauses starten im September 2012 mit der „Naturspielgruppe im Eichental“. Die Gruppe besteht anfangs aus 8 Kindern im Alter von 1,5 bis 3Jahren. Da die Gruppe so gut harmoniert, die Kinder und Eltern begeistert sind von dem Gelände und dem Konzeptvorhaben, entsteht schnell der Wunsch einen Waldkindergarten zu gründen
  • 2013  Januar :Im Januar gründen 10 Mitglieder den Verein „Naturspielkinder e.V.“ Anna Schlemer und Kerstin Kapitz übernehmen die erste Vorstandschaft und kümmern sich um die Erfüllung sämtlicher Auflagen um einen Start zu ermöglichen. Heidi Schlosser arbeitet mit Sabine Egger am Konzept und Krissi Dams infomiert mit Mareike Götz die Öffentlichkeit. Anita Kofler unterstützt mit ihrem sozialpädagogischem Wissen wo sie kann.
  •  Im Februar 2013 findet ein Tag der offenen Tür statt. Es herrscht reges Interesse in der Öffentlichkeit, viele Besucher interessieren sich für das Vorhaben Waldkindergarten. Die Gemeinde, der Priener Tourismusverband und die Presse werden unterrichtet.
  • 2013 August: Es ist geschafft, die Betriebserlaubnis wird erteilt! Die Eltern machen sich an den Ausbau der Bauwägen. Der Betrieb startet am 12.September 2013 .
  • 2013 November: das Arbeitspensum mit Baykibig steigt, Kerstin Kapitz wird als Leiterin der Verwaltung angestellt, Mitgründerin Franziska Schöpke (jetzt Staudacher) übernimmt die 2. Vorstandschaft.
  • 2014 Januar: die Bauwägen werden doch nicht als Aufenthaltssraum anerkannt. die Kinder ziehen befristet für das Mittagessen in die Blockhütte der Naturspielhaus GbR um.
  • 2014 August: das erste Jahr ist erfolgreich vorbeigegangen und wir freuen uns auf ein neues Kindergartenjahr.
  • 2015 Januar: Karin Fieberg löst Franziska Staudacher als 2. Vorstand ab und übernimmt als Hauptverantwortung das Personal. Benjamin Reu kann als Finanzvorstand gewonnen werden.
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